Wintereinbruch im Februar
Und dann wieder sonnig und warm ...
Im Januar hatten wir noch folgende Bauerregel zitiert:
"Ist bis Dreikönigstag kein Winter, so kommt auch kein strenger mehr dahinter."
Der 6. Januar war kein richtiger Wintertag, es hatte Temperaturen im einstelligen positiven Bereich.
Und nun liegt ein der Februar mit sibirischer Kälte hinter uns. Die Reben haben die Kälte hoffentlich gut überstanden. Ab minus 15 Grad könne die Reben bzw. die Augen, die im Frühjahr austreiben Schaden nehmen. Wobei die Burgunder und die pilzwiderstandsfähigen Sorten als relative kälteunempfindlich gelten. Wir werden sehen ob dem so ist.
Der Rebschnitt ist bis auf die jungen Anlagen abgeschlossen. Als nächster Arbeitsgang wird nun das Altholz aus dem Drahtrahmen ausgehoben. Dann geht es weiter mit dem Biegen, d.h. die Fruchtrute wird an den untersten Draht gebogen und festgebunden. Die ersten Märztage haben uns hierzu warme Tage und viel Sonne beschert.
Wie es mit dem Wetter weiter geht sagt uns die Bauernregel vom 10. März:
"Wie die vierzig Märtyrer das Wetter gestalten, wird es noch 4o Tage halten."
Der 10. März startete mit einer klaren und frostigen Nacht, gefolgt von einem sehr schönen, sonnigen und warmen Frühlingstag. (Die Geschichte zu "Die Vierzig Märtyrer von Sebaste" ist u. A. hier zu finden.)
Wir werden die nächsten 40 Tage verfolgen und sehen ob diese Regel nun besser zutrifft.
Der Bacat 2008 - Auszeichnung in „Silber“ bei den Piwis
Ein Rotwein aus 10 Rebsorten:
Es hat uns gefreut, dass der Bacat 2008 beim internationalen Weinpreis 2011 sogenannter pilzwiderstandsfähigen Rebsorten mit der Auszeichnung „Silber“ bewertet wurde. Mehrfach hatten wir schon über den Bacat berichtet. Aufgrund der vielen Fragen in Weinproben und sonstigen Nachfragen haben wir hier noch mal die wichtigsten Informationen zusammengestellt. BACAT steht "Badisches Cuvée alternativer Traubensorten“. Diese alternativen Rebsorten, erlauben es uns mit weniger oder keinem Pflanzenschutz im Rebberg auszukommen.
Unser Bacat 2008 besteht aus 10 Rebsorten, allesamt sogenannte pilzwiderstandfähige Rebsorten(PIWI).
Romanische und fruchtige Weintypen
Es gibt hier die fruchtigen Weintypen und die romanischen Weintypen. Bereits die Namen geben zu erkennen zu welchem Typ die Rebsorten zu zählen sind.
Die Rebsorten die eine fruchtigen Weintyp geben heissen Prior, Monarch und Baron. Sie sind sehr fruchtig zeigen Aromen von Süss- und Sauerkirschen sowie roter und schwarzer Johannisbeere. Die Sorten Cabernet Carbon, Cabernet Cortis und Cabernet Carol, der Name verrät es, ergeben den romanischen Weintyp. Sie zeigen die typischen würzigen Noten des Cabernet Sauvignon in unterschiedlicher Ausprägung. Der Cabernet Cortis zeigt sich am würzigsten und zeigt feine pfeffrige Noten.
Beiden Typen zeichnen sich durch die kräftige Farbe aus und ergeben sehr dichte und gehaltvolle Rotweine. Im Bacat sind noch Rebsorten, die noch keinen Namen haben oder keinen Namen bekommen werden. Die beiden Pinot-Typen haben Züchtungsnummern z.B. FR 486-87 r, FR 521-89 r und sind absolut überzeugend im Geschmack. Sie sind aber aufgrund des Wuchsverhaltens nicht praxistauglich.
Der Bacat 2008 zeigt eine Vielzahl unterschiedlicher Fruchtaromen. Bereits der Duft ist sehr dicht und intensiv. Die würzigen Noten der Cabernet Typen geben dem Wein Rückgrat, Fülle und Länge.
Den Wein atmen lassen
Wir empfehlen den Wein mindestens eine halbe Stunde vor dem Genuss zu öffnen um ihm etwas Luft zum Atmen zu geben. Die Trinktemperatur sollte nicht zu kalt sein, wir finden eine Trinktemperatur zwischen 18 °C und 20 °C ideal. In grossen Rotweingläsern entwickeln sich die Aromen dieses kräftigen und dichten Weines am besten. Der Bacat 2008 ist jetzt schon schön entwickelt und lädt zum Trinken ein. Wir denken er hat noch weitere 5-8 Jahren Entwicklungspotential.
Zu kräftigen Fleischgerichten und gereiftem würzigem Käse, finden wir, passt er hervorragend.
Viel Spass beim Zelebrieren und beim Geniessen.
Jedes Jahr im November ...
Die Weinführer (Gaullt Millau, Eichelmann und Feinschmecker) sind geschrieben und haben ihre Bewertungen abgegeben. Wir möchte dies nicht überbewerten - Geschmack ist doch etwas sehr Individuelles und schwer mit Punkten zu bewerten. Alle drei Weinführer empfehlen uns, das freut uns. Und unser Spätburgunder 2009 in der Literflasche wurde wie schon vor 2 Jahren vom Gault Millau wieder zum "besten Schoppenwein rot"gekürt.
... das Weinjahr 2011 im Rückblick
Hier noch ein paar Empfehlungen ...
Pinot Chardonnay Brut 2004: ein kräftiger, sehr geschmackvoller Sekt, der sich als prickelnde Alternative zu einem Champagner empfehlen möchte.
Weissburgunder Sommerhalde 2010: ein eleganter Weissburgunder mit feiner Frucht, der ein gute Figur zu allen Arten von Fischen macht.
Grauburgunder Sommerhalde 2010 Ein gehaltvoller Grauburgunder mit vollen Aromen, der gut eine geräucherte Forelle begleiten könnte.
Résumé 2008:Eine kräftige, dunkle Cuveé aus Cabernet Sauvignon und Merlot, der gerne zu gebratenem Lamm oder einem Steak getrunken werden möchte.
Spätburgunder "im Barrique gereift" 2005:Die typischen Kirscharomen und die feinen Röstaromen dieses Spätburgunders begleiten vorzüglich eine gebratene Ente oder Gans.
Grapba und Weinbrand:Der Genuss zum Abschluss eines feinen Essens: Ein weicher runder Grapba oder ein würziger gehaltvoller Weinbrand!
Weinemfehlungen
Für Liebhaber gereifter Weine sind die drei Lagen-Spätburgunder aus dem Jahrgang 2003 die Empfehlung. 2003 Jahr hatte es den sehr sonnigen und warmen Sommer - eben ein aussergewöhnlicher Sommer. Die Weine sind nun reif und zeigen sehr viel Fülle.
Spätburgunder Selection "St. Michaelsberg" 2003: Der weibliche Burgunder, fein und elegant.
Spätburgunder Selection "Kaiserberg" 2003: Würzig, kraftvoll und tiefgründig.
Spätburgunder Selection "Hummelberg" 2003: Der männliche Burgunder, dicht und würzig
Der Crytstall ist leider ausverkauft und der neue Crystall Jahrgang 2011 wird Anfang 2012 in den Verkauf kommen. Als Alternative möchten wir Ihnen den Helios 2010 empfehlen, der mit vergleichbarer Leichtigkeit und Fruchtigkeit aufwartet.
Helios 2010: Helios ist eine dieser neu gezüchteten Rebsorten mit Resistenz gegen Pilzkrankheiten vom Weinbauinstitut aus Freiburg. Dieses mal nicht mit Johanniter aus Cuveé ausgebaut, sondern sortenrein. Der Helios zeigt im Duft und Geschmack einen Strauss an feinen Fruchtnoten Zitrus, Stachelbeere, Kiwi und Pfirsich. Seine Eleganz und sein ausgewogener Säurespiel machen ihn zum einem beschwingten Wein.
Hintergrundinformation zu Fragen die uns immer wieder gestellt werden
Sekt nach traditionellem Flaschengärverfahren & Hefelager
Sekt nach dem traditionellen Flaschengärverfahren wird besser, je länger er mit der Hefe in Kontakt ist. Sekt nach dem traditionellen Flaschengärverfahren muss mindestens 9 Monate in Ruhe reifen. Je länger die Hefe sich noch in Kontakt mit dem Sekt befindet, desto feinperliger, aromatischer und gereifter wird der Sekt. Das Entfernen der Hefe wird degorgieren genannt. Bei uns wird der Sekt alle paar Monate frisch degorgiert. Dies ist wichtig, denn ist der Sekt von der Hefe getrennt, sollte man ihn nicht allzu lang lagern und in den nächsten 3-5 Jahren trinken.
Informationsservice
Liebe Weinfreunde und Kunden,
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März 2012
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