Wenn Sie unsere Preisliste studieren, werden Sie neben den bekannten Rebsorten Grau- Weiß-, Spätburgunder usw. auch Namen finden wie Helios, Johanniter, Léon Millot, Bacat ....
Wir haben über 20 dieser eher unbekannten Rebsorten angebaut. Die Notwendigkeit für eine nachhaltige und umweltschonende Anbauweise ist unbestritten. Und so kommt man zwangläufig auf die Gedanken, wie schön es wäre, wenn die Reben so robust sind, dass sie keinen Pflanzenschutz mehr brauchen. Das schont die Umwelt und den Boden.
Es geht nicht darum, traditionelle Sorten zu diskreditieren. Die neuen, pilzwiderstandsfähigen Sorten sollen eine Alternative darstellen. Beide Arten können nebeneinander existieren.
Woher kommen die neuen Sorten?
Das Weinbau-Institut in Freiburg hat z. B. vor 30 bis 40 Jahren mit der Züchtung solcher Rebsorten angefangen. Für die besten Sorten sucht das Weinbauinstitut interessierte Betriebe, die sich auf das Experiment einlassen und in ihren Weinbergen solche Reben pflanzen, sowie Erfahrung beim Ausbauen und Verkaufen solcher Weine sammeln, um herauszufinden, wie sich solche Sorten in der Praxis bewähren. Wir haben über 20 verschiedene pilzwiderstandsfähige Rebsorten im Anbau: die fast hundert Jahre alten Sorten Léon Millot und Maréchal Foch, oder die neueren Sorten wie Regent, Cabernet Carbon, Cabernet Cortis, Monarch, Baron, Prior, Cabernet Carol, Muscaris, Helios, Johanniter, …
Was meint man mit pilzwiderstandsfähig?
In allen europäischen Weinbauregionen kommen Mehltau- bzw. Pilzkrankheiten vor. Diese befallen alle traditionellen Rebsorten wie Spätburgunder, Riesling, Chardonnay usw.. Ein solcher Pilzbefall kann die Traubenernte total vernichten. Im 19. Jahrhundert wurden diese Krankheiten von Nordamerika nach Europa eingeschleppt, davor musste man Reben nicht spritzen. Es gibt alte und neue Rebsorten, die mehr oder weniger resistent gegen die Pilzkrankheiten sind. Die Vorteile liegen auf der Hand, weniger oder kein Pflanzenschutz, weniger Durchfahrten, weniger Bodenverdichtung.
Wie schmecken Weine aus diesen "anderen Rebsorten"?
Teilweise erinnern sie an bekannte Rebsorten und Geschmackserlebnisse, teilweise schmecken sie ungewohnt und haben ihren ganz eigenen Charakter. Auf jeden Fall, sind es sehr spannende und sehr vielfältige Geschmackserlebnisse. Aber das ist es ja auch das, was man haben möchte, neue charaktervolle Weine.
Eribert Benz
(Januar 2009)
zum Ausdrucken: Was sind Piwis und zu was braucht es diese "anderen Rebsorten"?
