Unser "Wein-Verständnis"
In einer Zeit wo vieles austauschbarer, normierter und egalisierter geworden ist, ist es wichtig eigene Authentizität zu finden und zu formulieren. Unser Ziel ist es authentische, ehrliche Weine, bekömmliche Weine mit Charakter, im Einklang mit der Natur zu erzeugen. Unser Ansatz hier ist, durch die Anwendung der biologisch-dynamischen Grundsätze den Rebstock mit seiner Umgebung in ein lebendiges Gleichgewicht zu bringen, um dadurch gesunde, vitale Trauben zu ernten aus denen in schonender Verarbeitung ausgewogene und komplexe Weine gekeltert werden.
Bei Weinen für den täglichen Genuss ist die Idee, "Weine die Spaß machen", "Trinkfreude vermitteln" und "Lust auf ein weiteres Glas machen", zu erzeugen. Für die besonderen Tage und Augenblicke wollen wir Weine machen für Weinfreunde, die authentisches "Genießen" und "Erschmecken" suchen und das Besondere zu schätzen wissen. Beides schließt sich nicht aus, der "Moment" soll entscheiden zu welcher Flasche man im Keller greift, um das passende "Weinvergnügen" auszulösen. Unser Sortiment ist in dieser Richtung gewachsen. In unserer Weinliste und der Weinbeschreibung finden sie entsprechende Weine:
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fruchtige, elegante Weißweine
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außergewöhnliche Rotweine mit sehr unterschiedlichem Charakter
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unser Verständnis von Terroir(Wein) - Erschmecken Sie "unterschiedliche Böden
Die Weine sollen sich – durch Ihren eigenen Charakter - von anderen Weinen unterscheiden. Viele Kunden suchen als Gegenpol zu den Einheitsprodukten /Industrieprodukten wieder verstärkt die Vielfalt und die Eigenständigkeit. Das Finden solcher Produkte ist mit Suchen und damit mit Zeit verbunden. Nehmen Sie sich die Zeit, lassen Sie sich beraten und finden Sie durch unermüdliches probieren "Ihren Wein".
Eribert Benz (Januar 2006)
Terroir oder: Wie schmecken Terroirweine?
In der Weinwelt wird zur Zeit der Begriff "Terroir" schon fast inflationär diskutiert und zur Beschreibung von Weinen mit "besonderem Charakter" gebraucht. Wir wollen hier nicht noch all zuviel den unzähligen Aussagen hinzufügen. Eine Aussage mit der wir uns identifizieren (welche schon seit geraumer Zeit unser arbeiten auf dem Weingut prägt) ist von Gerhard Eichelmann in seinem Weinführer "Eichelmann Deutschlands Weine 2006" aufgegriffen: "Wer Terroir sagt muss auch Öko sagen".
Terroir ist für uns immer mit ökologischem Weinbau verbunden. Chemie und Kunstdünger im Rebberg widersprechen dem Terroirgedanken. Lebendige Rebberge sind hier Grundvoraussetzung um lebendige naturreine Weine zu erzeugen. Die Identität des Rebberges, des Bodens und der Region schmeckbar zu machen ist hier das Ziel. Eigentlich ist es dann in der Theorie recht einfach aber in der praktischen Umsetzung ein langer Weg: Es braucht gesunde Böden und gesunde Reben, die gesunde Trauben heranreifen lassen, und aus denen dann möglichst natürlich mit eigenen Hefen Wein gemacht wird oder besser gesagt, man den Wein "entstehen" lässt.
Das Thema "Terroir" bleibt spannend und das Verständnis und die Diskussion von Terroirweinen steht unserer Meinung erst in den Anfängen. Prüfen Sie für sich die Terroir-Wein-Kultur und Sie werden sich Fragen stellen:
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Kann ein Wein Terroir ausdrücken?
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Wie schmeckt ein Terroir-Wein?
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Kann jedermann/frau Terroirweine erkennen und wenn ja was zeichnet diese Weine aus?
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Sind Terroirweine nur was für Weinexperten?
Für uns ist dies ein Weg, eine erste Zwischenetappe wollen wir Ihnen vorstellen. Wir haben 2003 zum ersten mal Spätburgunder aus unterschiedlichen Lagen getrennt aber identisch ausgebaut. Nach 18 Monaten Reife im neunen Barrique-Fass wurden die Weine dann auch getrennt abgefüllt. Die Weine unterscheiden sich durch Ihre Böden auf den sie gewaschen sind. Erschmecken Sie "unterschiedliche Böden":
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zwischen reinem Löss - 2003 Spätburgunder > S < Selektion "St. Michaelsberg"
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verwittertes Urgestein mit Löss-Lehm - 2003 Spätburgunder > S < Selektion "Kaiserberg" und
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tiefgründiger Lehm-Löss - 2003 Spätburgunder > S < Selektion "Kaiserberg" "Hummelberg"
Viel Spass beim Probieren
Eribert Benz
(Januar 2006)
Einige Artikel zu dem Thema, die wir zur Anregung der Diskussion empfehlen möchten:
FAZ 17. Dezember 2005 "Die Zukunft liegt im Terroir" Eine Brüssler Festrede zum Wein aus dem Jahr 2025 von Reinhard Löwenstein
FAZ 7. Oktober 2003 "Vom Öchsle zum Terroir" Ein oenologisches Manifest von Reinhard Löwenstein
