„Schmetterling des Jahres 2019“ – „Der Schachbrettfalter“

„Schmetterling des Jahres 2019“  –  „Der Schachbrettfalter“

Bei uns gibt es einige – „Schmetterling des Jahres 2019“  –  „Der Schachbrettfalter“

Bei der Kontrolle der Rebberge habe ich meistens auch meine Kamera dabei. Am Randstreifen des Weißburgunders Bombacher Sommerhalde schwirrten am Abend auffällig viele Schmetterlinge in der Luft.  Der Randstreifen war noch nicht gemulcht. Es hat Gras das blüht und verschiedenen andere Blütenpflanzen.  Mit Geduld und bei näherem Hinsehen – findet man sie überall. Offensichtlich fühlen sich hier die weißen Schmetterling wohl.

Nach kurzer Recherche war klar, es ist der Schachbrettfalter und dann habe ich noch entdeckt, dass er der  „Schmetterling des Jahres 2019“  ist. Ich bin wahrlich kein Schmetterlingsexperte – ich erfreue mich nur an Ihrem Anblick, und dass sie sich bei uns vorkommen und wohl  fühlen.

(mehr Information zum  „Schmetterling des Jahres 2019“)

(Juni 2019)

 

Es ist Mitte Juni und die Reben blühen. Schön wäre trockenes und warmes Wetter – so wie heute.

16. Juni 2019 Reblüte Weissburgunder Sommerhalde

Zigarren und ein Zigarrenmacher im Weinberg

Zigarren und ein Zigarrenmacher im Weinberg

Zigarren und ein Zigarrenmacher im Weinberg

Es ist jetzt seine Zeit – die Blätter des Reben sind noch jung und leuchten in frischem Grün. Ab und an findet man die schön aufgerollten Weinblätter. Es ist ein kleines Insekt, das auch Rebstichler (Byctiscus betulae) heißt – der Spitzname ist Zigarrenmacher. Es ist ein flugfähiger Käfer, etwa 5 bis 7 mm groß und metallisch grün. Das Blatt wird zur Eiablage benutzt.

Dazu wird der Blattstiel angenagt. Das nach einiger Zeit gewelkte Blatt wird zu einem charakteristischen Wickel („Zigarre“) aufgewickelt und mit bis zu sechs Eiern belegt.

Später fällt die Zigarre auf den Boden und im August/September ist dann eine neue Käfergeneration entstanden. Es ist erstaunlich wie so ein kleiner Käfer es schafft ein Weinblatt zu so schön geformten Zigarren zu rollen.

Der Schaden für die Rebe ist vernachlässigbar, dazu sind zu es zu wenig Blätter die zu Zigarren gerollt sind.

(Juni 2019)

Zigarre an angenagtem Weinblattstiel
gesammelte Zigarren
Zwei Zigarren an einem Trieb

„Neuen Weinstilen auf der Spur“ – Besuch auf dem Weingut

„Neuen Weinstilen auf der Spur“ – Besuch auf dem Weingut

„Neuen Weinstilen auf der Spur“ – Besuch auf dem Weingut

Letzten Samstag hatten wir eine Gruppe Sommeliers zu Besuch auf dem Weingut. Das Thema war „Neuen Weinstilen auf der Spur“.  Die Gruppe war sehr interessiert auch am Thema ökologischer Weinbau. Jetzt im Frühjahr ist es auch für Jedermann und -frau auf den ersten Blick in den Rebberg zu erkennen – hier glyphosatfreier Weinbau und dort abgespritzer Boden unter den Rebstöcken.

Mit einer Spatenprobe haben wir dann noch den Boden untersucht und die Wirkungsweise der Begrünung erklärt. Die Gruppe hat dann noch den Boden mit der Nase inspiziert – es hat frisch und angenehm erdig gerochen – ich denke dies hat überzeugt.

Bei der Weinprobe haben die Bacat 2009 und 2010 und Cabernet Cortis 2011 begeistert und beeindruckt. Insbesondere überraschte und überzeugte die Komplexität, Harmonie und fein eingebunden Fruchtigkeit der gereiften Weine. Keine Spur von Altersmüdigkeit der Weine – weder in Farbe noch in Geschmack – im Gegenteil.

Der Regent Rose 2017 – begeisterte die feine Frucht – Himbeere, Erdbeere und etwas rote Johannisbeere. Gelobt wurde die sehr präzise und klare Art.

Der Rosé Secco war der Einstieg in die Probe – eben auch aus der Regenttraube gekeltert – würziger, fruchtiger Begleiter – dass er gut zum Grillen passt wurde bestätigt.

Lange Rede … es wurden noch mehr neue Rebsortenweine probiert und diskutiert … Helios 2016 und Muscaris 2016, Granat 2015 und Léon Millot & Maréchal Foch 2010.

Es hat allen Spaß gemacht und ich denke die Gruppe ist den „Neuen Weinstilen auf der Spur“ gekommen.

Mich hat das Interesse an den neuen Weinen gefreut und insbesondere, daß die gereiften Weine von Profis so viel Lob erhalten haben.

(E. Benz Mai 2019)

Bioweine sind glyphosatfrei

Bioweine sind glyphosatfrei

Für Biowinzer ist es zwingend vorgeschrieben im Rebberg ohne Glyphosat zu arbeiten. Jetzt im Frühjahr kann man in den Weinbergen die Unterschiede sehr schön (an den braunen Streifen unter den Rebstöcken)  erkennen. Es geht auch ohne Glyphosat und dies ist gut für die Böden und die Artenvielfalt im Rebberg.

Rollhacke – wir bearbeiten den Boden mechanisch – zur Lockerung und zum Stören der Begrünung unter dem Rebstock

Wir finden es ist auch ein gutes Gefühl einen Wein zu genießen, der aus einem Weinberg kommt der ökologisch bewirtschaftet wird – ohne Glyphosat und mineralischem Dünger.

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Raupen die sich Abseilen

Raupen die sich Abseilen.

Es erinnert ein bisschen an den berühmten Verpackungskünstler – Büsche und kleine Bäume mit einem weißen Netz überzogen.

Am Rand unserer Rebberge haben wir Büsche und Pflanzen mit einem weißen Netzüberzug entdeckt. Baum genaueren Hinsehen findet man die Verantwortlichen für die bizarren Kunstwerke. Es sind die Rauben der Gespinst- und Knospenmotten. Weiterlesen

Jugendwahn beim Wein

Jugendwahn beim Wein – Viele Weine werden zu jung getrunken.

Langlebige Weine – die Weine ohne kellertechnische Hilfsmittel auf natürlich Weise ausgebaut werden – reifen in der Flasche auf ihren optimalen Trinkgenuß hin. Sie entwickeln mit der Zeit vielschichtige dichte Aromen und bleiben dann ein paar Jahre auf einem Plateau optimalem Genuß. Dies braucht Zeit und Geduld und eine guten Keller zum Lagern.

Bei Weinproben und Weinmessen mit Weinfreunden erlebe ich oft das „Aha Erlebnis“, wenn Weinfreunde ältere Jahrgänge im Vergleich mit jungen Weinen probieren. Sie stellen fest wie vielschichtig, reif und rund sich Weine aus älteren Jahrgängen präsentieren.

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Weinfüher – die drei Weinführer empfehlen uns

  „Die Weinführer“

Jedes Jahr im November und Dezember veröffentlichen die Weinführer ihre Beschreibung und Bewertung mehrer hundert Weine. Dazu haben die Winzer im Sommer eine Auswahl ihres Sortiments zu Verkostung gesendet.

Die Weine werden beschrieben und mit einem Punkteschema bewertet und für die Weingüter gibt es Gesamtbewertung in Form von 1-5 Sternen oder 1-5 Feinschmeckerpunkten.

Dass, uns die drei Weinführer empfehlen freut uns:

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Korken

Immer wieder ein Thema: Korken

In Weinproben taucht immer wieder die Frage auf was der beste Verschluss für eine Weinflasche ist? Es gibt einen emotionalen und einen technischen Aspekt. Das Wichtigste ist, dass die Weinflasche gut verschlossen ist und der Wein gut behütet ist. Korken sind deutlich besser geworden, nicht zuletzt, weil es alternative Verschlüsse als Konkurrenz gibt Korkgeschmack ist ärgerlich und sollte nicht vorkommen.

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Jedes Jahr ist anders

Jedes Jahr ist anders

„Jedes Jahr ist anders“; dieser Spruch unseres Winzergesellen begleitet mich nun schon über Jahre, seit wir das Weingut übernommen haben.

Das ist nun 7 Jahre her. Am Beginn war uns vieles neu und manches auch suspekt. Natürlich muss man am Anfang auch Lehrgeld zahlen, aber nun, nach 7 Jahren, denke ich, haben wir unseren Weg gefunden. Das Begleiten von zwischenzeitlich sehr unterschiedlichen Jahrgängen und das Verkosten der sich entwickelnden Weine hat unseren Weinstil geprägt. Es sollten keine gewöhnlichen Weine sein, sondern Weine mit Persönlichkeit.

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