Bioweine sind glyphosatfrei

Bioweine sind glyphosatfrei

Für Biowinzer ist es zwingend vorgeschrieben im Rebberg ohne Glyphosat zu arbeiten. Jetzt im Frühjahr kann man in den Weinbergen die Unterschiede sehr schön (an den braunen Streifen unter den Rebstöcken)  erkennen. Es geht auch ohne Glyphosat und dies ist gut für die Böden und die Artenvielfalt im Rebberg.

Rollhacke – wir bearbeiten den Boden mechanisch – zur Lockerung und zum Stören der Begrünung unter dem Rebstock

Wir finden es ist auch ein gutes Gefühl einen Wein zu genießen, der aus einem Weinberg kommt der ökologisch bewirtschaftet wird – ohne Glyphosat und mineralischem Dünger.

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Raupen die sich Abseilen

Raupen die sich Abseilen.

Es erinnert ein bisschen an den berühmten Verpackungskünstler – Büsche und kleine Bäume mit einem weißen Netz überzogen.

Am Rand unserer Rebberge haben wir Büsche und Pflanzen mit einem weißen Netzüberzug entdeckt. Baum genaueren Hinsehen findet man die Verantwortlichen für die bizarren Kunstwerke. Es sind die Rauben der Gespinst- und Knospenmotten. Weiterlesen

Jugendwahn beim Wein

Jugendwahn beim Wein – Viele Weine werden zu jung getrunken.

Langlebige Weine – die Weine ohne kellertechnische Hilfsmittel auf natürlich Weise ausgebaut werden – reifen in der Flasche auf ihren optimalen Trinkgenuß hin. Sie entwickeln mit der Zeit vielschichtige dichte Aromen und bleiben dann ein paar Jahre auf einem Plateau optimalem Genuß. Dies braucht Zeit und Geduld und eine guten Keller zum Lagern.

Bei Weinproben und Weinmessen mit Weinfreunden erlebe ich oft das „Aha Erlebnis“, wenn Weinfreunde ältere Jahrgänge im Vergleich mit jungen Weinen probieren. Sie stellen fest wie vielschichtig, reif und rund sich Weine aus älteren Jahrgängen präsentieren.

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Weinfüher – die drei Weinführer empfehlen uns

  „Die Weinführer“

Jedes Jahr im November und Dezember veröffentlichen die Weinführer ihre Beschreibung und Bewertung mehrer hundert Weine. Dazu haben die Winzer im Sommer eine Auswahl ihres Sortiments zu Verkostung gesendet.

Die Weine werden beschrieben und mit einem Punkteschema bewertet und für die Weingüter gibt es Gesamtbewertung in Form von 1-5 Sternen oder 1-5 Feinschmeckerpunkten.

Dass, uns die drei Weinführer empfehlen freut uns:

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Korken

Immer wieder ein Thema: Korken

In Weinproben taucht immer wieder die Frage auf was der beste Verschluss für eine Weinflasche ist? Es gibt einen emotionalen und einen technischen Aspekt. Das Wichtigste ist, dass die Weinflasche gut verschlossen ist und der Wein gut behütet ist. Korken sind deutlich besser geworden, nicht zuletzt, weil es alternative Verschlüsse als Konkurrenz gibt Korkgeschmack ist ärgerlich und sollte nicht vorkommen.

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Jedes Jahr ist anders

Jedes Jahr ist anders

„Jedes Jahr ist anders“; dieser Spruch unseres Winzergesellen begleitet mich nun schon über Jahre, seit wir das Weingut übernommen haben.

Das ist nun 7 Jahre her. Am Beginn war uns vieles neu und manches auch suspekt. Natürlich muss man am Anfang auch Lehrgeld zahlen, aber nun, nach 7 Jahren, denke ich, haben wir unseren Weg gefunden. Das Begleiten von zwischenzeitlich sehr unterschiedlichen Jahrgängen und das Verkosten der sich entwickelnden Weine hat unseren Weinstil geprägt. Es sollten keine gewöhnlichen Weine sein, sondern Weine mit Persönlichkeit.

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Im Barrique ausgebaut

Im Barrique ausgebaut

Bei Weinproben erlebe ich immer wieder Situation, dass einige Weinfreunde die im Barrique ausgebauten Wein nicht probieren mögen.

Vielfach haben die Weinfreunde dann Erfahrung mit Weinen gemacht, die für ihren Geschmack zu stark nach den Röstaromen der Barriquefässer schmecken. Hier hat natürlich jeder Weinfreund und Winzer seinen eigenen Geschmack. Vielfach erlebe ich in Proben und insbesondere bei Weinmenüs erstaunte Gesichter der Weinfreunde. Sie sind überrascht, dass die Weine ja gar nicht so stark „nach Holz“ schmecken und Résumé, Picú und Spätburgunder vorzüglich sind. 

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Zaunkönig

Aus dem Rebberg: Der Zaunkönig: „An den Eiern haben wir ihn erkannt“

Michaela und Paul hatten beim Heften in unserer Chardonnay Rebfläche im Frühjahr drei Vogelnester entdeckt. In zwei Nestern befanden sich kleine grüne Eier und in einem waren junge Vögel. Erstaunt hatte uns, dass wir gleich drei Nester in einer kleineren Rebfläche fanden.

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Bilder: Junger Zaunkönig in der Chardonnay Rebfläche Bombacher Sommerhalde

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Der Regenwurm

Aus dem Rebberg

Was hat der Regenwurm mit gutem Wein zu tun?

Schon seit Längerem wollte ich was über das Bodenleben schreiben. Der Regenwurm ist einer der prominentesten Vertreter und auch einer der nützlichsten Bewohner im Boden. Der Regenwurm hilft dem Menschen als Bodenverbesserer und Fruchtbarkeitsgarant. Er frisst sich durch den Boden und in den kleinen Gängen, die er bohrt, kommt dann Luft und Wasser besser in den Boden. In den vertikal gebohrten Gängen können auch Pflanzenwurzeln schneller in die Tiefe wachsen.

Aber das Beste ist, was der Regenwurm ausscheidet. Mit Hilfe von Mikroorganismen wandelt er pflanzliche Rückstände im Boden in neue Nährstoffe um, die allen Pflanzen als natürlicher Dünger dienen. Die Regenwürmer, die Baumeister fruchtbarer Böden, leisten dabei Erstaunliches.

Ein Regenwurm baut ein Gangsystem von bis zu 400 m Länge und lockert so den Boden. Bereits Darwin berechnete das Leistungsvermögen der Regenwürmer auf 45 Tonnen Wurmkot pro Hektar und Jahr. Bei einem intakten Boden mit einer Population von 100 bis 400 Regenwürmer pro Quadratmeter gehen heutige Schätzungen sogar von bis zu 100 Tonnen pro Hektar aus.

Die französische Bauernweisheit bringt es auf den Punkt: „Der liebe Gott weiß, wie man fruchtbare Erde macht, und er hat sein Geheimnis den Regenwürmern anvertraut.“

Eribert Benz (Mai 2010)