Zigarren und ein Zigarrenmacher im Weinberg

Zigarren und ein Zigarrenmacher im Weinberg

Zigarren und ein Zigarrenmacher im Weinberg

Es ist jetzt seine Zeit – die Blätter des Reben sind noch jung und leuchten in frischem Grün. Ab und an findet man die schön aufgerollten Weinblätter. Es ist ein kleines Insekt, das auch Rebstichler (Byctiscus betulae) heißt – der Spitzname ist Zigarrenmacher. Es ist ein flugfähiger Käfer, etwa 5 bis 7 mm groß und metallisch grün. Das Blatt wird zur Eiablage benutzt.

Dazu wird der Blattstiel angenagt. Das nach einiger Zeit gewelkte Blatt wird zu einem charakteristischen Wickel („Zigarre“) aufgewickelt und mit bis zu sechs Eiern belegt.

Später fällt die Zigarre auf den Boden und im August/September ist dann eine neue Käfergeneration entstanden. Es ist erstaunlich wie so ein kleiner Käfer es schafft ein Weinblatt zu so schön geformten Zigarren zu rollen.

Der Schaden für die Rebe ist vernachlässigbar, dazu sind zu es zu wenig Blätter die zu Zigarren gerollt sind.

Zigarre an angenagtem Weinblattstiel
gesammelte Zigarren
Zwei Zigarren an einem Trieb

Bioweine sind glyphosatfrei

Bioweine sind glyphosatfrei

Für Biowinzer ist es zwingend vorgeschrieben im Rebberg ohne Glyphosat zu arbeiten. Jetzt im Frühjahr kann man in den Weinbergen die Unterschiede sehr schön (an den braunen Streifen unter den Rebstöcken)  erkennen. Es geht auch ohne Glyphosat und dies ist gut für die Böden und die Artenvielfalt im Rebberg.

Rollhacke – wir bearbeiten den Boden mechanisch – zur Lockerung und zum Stören der Begrünung unter dem Rebstock

Wir finden es ist auch ein gutes Gefühl einen Wein zu genießen, der aus einem Weinberg kommt der ökologisch bewirtschaftet wird – ohne Glyphosat und mineralischem Dünger.

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Weinjahr 2016 – Pflanzenschutz ist aufwendig –

Pflanzenschutz 2016 – Aufwendig –

Beim Pflanzenschutz werden grundsätzlich werden zwei Wirkungsweisen unterschieden.

Die Pflanzenschutzmittel mit Kontaktwirkung, bei denen werden die Pflanzenkrankheiten durch direkten Kontakt mit dem Pflanzenschutzmittel verhindert oder geheilt. Der Vorteil ist schnelle Wirkung gegenüber Pflanzenkrankheiten, der Nachteil ist nur die mit Spritzmittel getroffenen Pflanzenteile sind geschützt.

Die Pflanzenschutzmittel mit systemischer Wirkung dringen in die Pflanzen ein. Der Vorteil ist der Wirkstoff wird im Saftstrom an alle Stellen der behandelten Pflanzen (auch Wurzeln und neue Pflanzenteile) transportiert und schützt dadurch umfänglich. Der Nachteil ist, es kann zu  Resistenzbildung der Krankheiten und Schädlinge kommen. Des Weiteren kann es zu Rückständen des Wirkstoffes in der Pflanze und seiner Früchte kommen.

Sogenannte systemisch wirkende Mittel sind im ökologischen Weinbau nicht zugelassen.

Die Bekämpfung im ökologischen Weinbau erfolgt mit kupferhaltigen Präparaten und Schwefel. Weiterlesen