Früher Wintereinbruch 2012

Und plötzlich war es weiss – Früher Schnee

Dann, nur eine Woche später kam überfallartig der Winter mit Frost und Schnee. Die Reben und auch die Bäume hatten noch das volle goldgelbe Herbstlaub. Der erste Schnee fiel bei uns am 27. Oktober. Rebanlagen mit goldgelbem Herbstlaub und gleichzeitig der Schnee auf den Blättern, dies sieht man nicht alle Tage. Dann ging es schnell, der Frost hat dazu geführt, dass die Reben die Blätter sehr schnell abgeworfen haben. Die Rebestöcke haben mittlerweile alle ihre Blätter abgeworfen und die Ruhephase beginnt. Wir sind mit der Rodung einer Rebenfläche beschäftigt. Die Drahtanlage wird abgebaut und dann werden die alten Rebstöcke mit einem grossen Rodepflug entfernt.

Schnee am 27.10.2012
Schnee am 27.10.2012

Schnee am 27.10.2012

Oktober 2012

„Goldene Herbsttage“ 2012

„Goldene Herbsttage“ 2012

Am vorletzten Wochenende im Oktober haben wir die letzten Trauben gelesen. Es waren traumhafte Herbststage mit fast noch sommerlichen Temperaturen – Herbststimmung pur – sich verfärbendes Laub – angenehme Temperaturen – Herbstduft in der Luft.

Die Weinlese die Wochen zuvor lief bei ruhigem Herbstwetter in ruhigen Bahnen. Die Trauben zeigten eine schöne Reife und durch die kalten Nächte konnte die Fäulnis den Trauben wenig antun. So konnten wir gesunde aromatische Trauben ernten.

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Mai 2012

Mai mit Sonne und Regen

Der Mai hat uns bisher viel Sonnenstunden und aber auch immer wieder Regen beschert. Es war zum Glück kein Dauerregen, es hat immer mal wieder stundenweise geregnet. Es ist ideales Wachstumswetter für alle Pflanzen. Die Begrünung, die wir letztes Jahr im Sommer eingesät hatten, ist ideal gewachsen. Die Leguminosen werden als Stickstoffsammler unseren Boden auf natürliche Weise mit Stickstoffdünger versorgen.

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Sattes Grün zwischen den Rebzeilen

Sattes Grün zwischen den Rebzeilen – die Natur strotzt vor (Wuchs)kraft, das Summen der Bienen und Insekten kann man sich vorstellen …

Die Wicken (blau) und die Luzerne (gelb) fangen an zu blühen
Die Wicken (blau) und die Luzerne (gelb) fangen an zu blühen

Die Wicken (blau) und die Luzerne (gelb) fangen an zu blühen

Leguminosen (z.B. Wicken, Rotklee, Luzerne) sind natürliche Stickstofflieferanten, die den Boden mit Stickstoffdünger anreichern. Den gewinnen sie mit Hilfe von Bakterien an ihren Wurzeln aus der Luft („Knöllchenbakterien“, weil sie in kleinen Knöllchen sitzen).

Die Reben haben auch den Frost im Februar gut überstanden. Nur in unserer Junganlage sind ein paar Reben dem Frost zum Opfer gefallen. Der Spätfrost hat uns verschont und Schaden durch Hagelgewitter gibt es auch keinen zu verzeichen. Wenn das Jahr so weiter geht und so wird wie die folgende Bauernregel beschreibt sind wir zufrieden …

Die Bauernregel zum 25. Mai, dem Urbanitag lautet:

„„Scheint die Sonne am Urbanitag, wächst guter Wein nach alter Sag‘.“

July 2012

Wintereinbruch im Februar 2012

Wintereinbruch im Februar

Und dann wieder sonnig und warm …

Im Januar hatten wir noch folgende Bauerregel zitiert:

„Ist bis Dreikönigstag kein Winter, so kommt auch kein strenger mehr dahinter.“

Der 6. Januar war kein richtiger Wintertag, es hatte Temperaturen im einstelligen positiven Bereich.

Und nun liegt ein der Februar mit sibirischer Kälte hinter uns. Die Reben haben die Kälte hoffentlich gut überstanden. Ab minus 15 Grad könne die Reben bzw. die Augen, die im Frühjahr austreiben Schaden nehmen. Wobei die Burgunder und die pilzwiderstandsfähigen Sorten als relative kälteunempfindlich gelten. Wir werden sehen ob dem so ist.

Der Rebschnitt ist bis auf die jungen Anlagen abgeschlossen. Als nächster Arbeitsgang wird nun das Altholz aus dem Drahtrahmen ausgehoben. Dann geht es weiter mit dem Biegen, d.h. die Fruchtrute wird an den untersten Draht gebogen und festgebunden. Die ersten Märztage haben uns hierzu warme Tage und viel Sonne beschert.

Wie es mit dem Wetter weiter geht sagt uns die Bauernregel vom 10. März:

„Wie die vierzig Märtyrer das Wetter gestalten, wird es noch 4o Tage halten.“

Der 10. März startete mit einer klaren und frostigen Nacht, gefolgt von einem sehr schönen, sonnigen und warmen Frühlingstag. (Die Geschichte zu „Die Vierzig Märtyrer von Sebaste“ ist u. A. hier zu finden.)

Wir werden die nächsten 40 Tage verfolgen und sehen ob diese Regel nun besser zutrifft.

März 2012

2012 – Ein außergewöhnlich frühe Weinlese

Ein außergewöhnlich frühe Weinlese, ein außergewöhnliches Jahr.

Ein schöner sonniger September …

Ein außergewöhnliches Weinjahr 2011 ging mit der Weinlese zu Ende. Wir sind sehr zufrieden, dass die Weinlese bei traumhaftem Wetter eingebracht werden konnte. Die Weine liegen gut versorgt im Keller und reifen vor sich hin. Die jungen Weine zeigen bereits jetzt, dass der 2011er sehr viel Potential hat.

In den nächsten Wochen sind wir mit dem Rebschnitt beschäftigt. Eine Arbeit die sehr gewissenhaft ausgeführt werden muss. Der Rebschnitt ist der erste Arbeitsgang, der die Erntemenge und Qualität des Jahrgangs 2012 beeinflusst.

Über das Wetter bzw. den Winter ist im badischen Außergewöhnliches zu berichten. Der November war zu trocken, der Dezember war zu warm, aber es hat geregnet und der Januar hat stürmisch angefangen. Schnee und Frost hat es bisher kaum gegeben. Für die Winzer, die auf Eiswein spekuliert haben war bisher keine Gelegenheit zur Eisweinlese. Uns betrifft dies nicht, da wir eigentlich kein Eiswein machen. Unsere Auslese aus 2011 liegt schon seit Oktober im Tank. Ob der Winter noch kommt, wir wissen es nicht.

Die Bauernregel zu Dreikönig sagt es uns aber voraus wie es kommt:

„Ist bis Dreikönigstag kein Winter, so kommt auch kein strenger mehr dahinter.“

Der 6. Januar war kein richtiger Wintertag, es hatte Temperaturen im einstelligen positiven Bereich.

Jedes Jahr im November …

Die Weinführer (Gaullt Millau, Eichelmann und Feinschmecker) sind geschrieben und haben ihre Bewertungen abgegeben. Wir möchte dies nicht überbewerten – Geschmack ist doch etwas sehr Individuelles und schwer mit Punkten zu bewerten. Alle drei Weinführer empfehlen uns, das freut uns. Und unser Spätburgunder 2009 in der Literflasche wurde wie schon vor 2 Jahren vom Gault Millau wieder zum „besten Schoppenwein rot“gekürt.

Januar 2012