Weinjahr 2016: Die Weinlese

Weinlese 2016 – konzentriert und zügig

Die Weinlese 2016 hat bei uns Ende September angefangen und hat am 15. Oktober mit der Lese der der Sorten Cabernet Sauvignon und Merlot geendet. Die Erntemenge ist deutlich geringer  als üblich, jedoch nicht so klein wie befürchtet. Der „falsche Mehltau“ hat doch nicht so viele Trauben vernichtet wie wir erwartet hatten. Das schöne und ideale Wetter von August bis Mitte Oktober hat zu einem nahezu optimalen Reifverlauf der Trauben geführt.  Es war lange sommerlich, sehr sonnig, warm und eben auch trocken.

Ab Mitte September  wurde es dann kälter und nachts wurde es auch schon sehr kalt. Aber es war immer noch trocken und tagsüber meist sonnig. Im Oktober hatte es zu Lesebeginn am Morgen teilweise nur 2 ⁰C. Dies war ideal für die Aromaentwicklung der Trauben und hat die Trauben vor Fäulins bewahrt. Für die Lesemannschaft deutete dies, zumindest bis die Sonnenstrahlen wärmten, bis mittags,  klamme Hände und Finger.

So konnten wir gesunde, aromatische Trauben mit sehr guten Öchslewerten ernten. Die Weißweinmoste und Rotweinmaische liegen in den Gärtanks und werden nun langsam zu Wein.

 

Oktober 2016

Ende August 2016 – endlich Sommerhitze und ein kleines bisschen Sonnenbrand

Endlich Sommerhitze

Im August hat sich der Sommer in Baden von seiner besten Seite gezeigt. Es hat im August nur ein paar Tropfen geregnet, meist war es sommerlich warm und sonnig. Ab Mitte August gab es noch mal richtig Hochsommer mit bis zu 37 ⁰C.

und ein kleines bisschen Sonnenbrand

Auch Trauben können Sonnenbrand bekommen, wenn sie ungeschützt hoher Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Die Trauben „verkochen“. Werden die Trauben freigestellt, d.h. die Blätter in der Traubenzone vollständig entfernt, sind die Trauben der Sonnenstrahlung ungeschützt ausgesetzt.

Besonders gefährdet sind frei hängende Trauben, in Flächen mit Nord-Süd-Zeilung und direkter, nahezu rechtwinkliger, Sonneneinstrahlung zur Zeile während der frühen Nachmittagsstunden.
Da wir nicht oder nur sehr wenig in der Traubenzone entblättern waren die Trauben gut geschützt.

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Junganlage Souvignier Gris 28.August 2016: „ungeschützte“ Traube mit Sonnenbrand

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Junganlage Souvignier Gris 28.August 2016: „durch Blätter geschützte“ Traube kein Sonnenbrand

Der Sonnenbrand ist nicht zu unterschätzen, so hört man von den Weinberatung: „Die hohe Sonneneinstrahlung der letzten Woche verursachte in spät entblätterten Anlagen teilweise große Sonnenbrandschäden.“

In der einen, äußeren Zeile der Weißburgunderanlage hat es auch bei uns ein paar Beeren erwischt. Die Beeren trocknen ein und werden bei der Weinlese aussortiert.

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Weissburgunder 28.August 2016: „äußere Zeile“ Traube links mit ein, zwei Beeren mit Sonnenbrand

Erste Messungen der Traubenreife

Das Weinbauinstitut in Freiburg hat die ersten Messungen der Traubenreife veröffentlicht. Dies ist immer ein guter Indikator, wann es tatsächlich mit der Weinlese Los geht.  Bisher sind die Öchsle- Werte eher noch bescheiden und sie sind im Vergleich mit den Vorjahren noch relativ niedrig. So wird die Weinlese etwas später beginnen. Dies ist grundsätzlich gut für die Bildung und Einlagerung  der Fruchtaromen.

Für den September wünschen wir uns  viel Sonne und wenig Regen mit kühlen und trockenen Nächten.  Trockenheit  lässt Trauben gesund bleiben. Die kühlen Nächte und die langsamere und längere Reifungsphase fördert die Bildung feiner Aromen.

Spätsommerpaket mit  Rosé-  und Weißherbstweinen.

Für die warmen Spätsommerabende  empfehlen unser Spätsommerpaket mit  Rosé-  und Weißherbstweinen.  Auch der Rosé- und Blanc-Secco versprechen  herbe Frische und fruchtige  Frische an lauern Sommer- und sonnigen Herbsttagen.
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August 2016

Sommer 2016 – viel Regen im Mai und Juni, endlich trocken im Juli

Sommer 2016 – viel Regen im Mai und Juni, endlich trocken im Juli

Endlich Erbsengröße – durchatmen 

Das Weinjahr 2016 ist bisher kein einfaches Jahr, insbesondere für ökologisch wirtschaftende Betriebe,  Soviel kann man schon sagen.

Im Juni hat es viel geregnet – Tage mit ergiebigem Regen und sonnige Tage haben sich abgewechselt.

Der viele Regen hat das Befahren der Rebanlagen mit dem Weinbergschlepper erschwert und an manchen Tagen unmöglich gemacht.

Der Regen war ideal für den falschen Mehltau, eine Pilzkrankheit, die, die Blätter und schlimmer die empfindliche jungen Blüten und Trauben befällt. Die Pflanzenkrankheiten mögen feuchtwarmen Bedingungen und können sich dann extrem ausbreiten.

Im ökologischen Weinbau stehen sogenannte Kontaktmittel zum Pflanzenschutz zur Verfügung.

Der Aufwand für Pflanzenschutz war dieses Jahr sehr hoch und es war nicht immer einfach zwischen den Regenphasen den richtigen Pflanzenschutztermin zu finden. weiterlesen

Weinjahr 2016 – Pflanzenschutz ist aufwendig –

Pflanzenschutz 2016 – Aufwendig –

Beim Pflanzenschutz werden grundsätzlich werden zwei Wirkungsweisen unterschieden.

Die Pflanzenschutzmittel mit Kontaktwirkung, bei denen werden die Pflanzenkrankheiten durch direkten Kontakt mit dem Pflanzenschutzmittel verhindert oder geheilt. Der Vorteil ist schnelle Wirkung gegenüber Pflanzenkrankheiten, der Nachteil ist nur die mit Spritzmittel getroffenen Pflanzenteile sind geschützt.

Die Pflanzenschutzmittel mit systemischer Wirkung dringen in die Pflanzen ein. Der Vorteil ist der Wirkstoff wird im Saftstrom an alle Stellen der behandelten Pflanzen (auch Wurzeln und neue Pflanzenteile) transportiert und schützt dadurch umfänglich. Der Nachteil ist, es kann zu  Resistenzbildung der Krankheiten und Schädlinge kommen. Des Weiteren kann es zu Rückständen des Wirkstoffes in der Pflanze und seiner Früchte kommen.

Sogenannte systemisch wirkende Mittel sind im ökologischen Weinbau nicht zugelassen.

Die Bekämpfung im ökologischen Weinbau erfolgt mit kupferhaltigen Präparaten und Schwefel. weiterlesen

Frühjahr 2016 – Die Reben treiben aus

Die Reben treiben aus

Die ersten Monate 2016 waren etwas wärmer als üblich, geregnet hat es auch immer mal wieder auch kräftig. Insbesondere der April zeigte sich von der typischen Seite – sehr sonnige warmen Tage –waren gefolgt von kühlen Regentagen und Ende April auch von einigen Tagen mit Nachtfrost.

So ist, nach dem trockenen Sommer und Herbst  2015, doch wieder ausreichend Wasser im Boden gespeichert. Die Reben haben ausgetrieben, die kühlen Tage Ende April haben das Wachstum deutlich verlangsamt. Wir sind von den Nachtfrösten bisher verschont geblieben, wobei die Eisheilgen noch ausstehen. weiterlesen

Weinjahr 2016 – Wo ist der Winter?

Wo ist der Winter?

Auch im (Wein)-Jahr 2016 hat sich der Winter mit Schnee und Kälte kaum gezeigt. In Baden gab es bisher nur Mitte Januar für ein paar Tage Schnee.

Nach der Weinlese ging das Jahr 2015 so zu Ende, wie sich der Sommer und Herbst präsentiert hatte; zu warm und mit zu wenig Regen.

Der Winter hat bisher eigentlich nicht stattgefunden. Es gab ein Wochenende mit Mitte Januar mit Temperaturen unter null Grad und es hat auch geschneit. Der Frost ist gut und erschwert einigen tierischen Schädlingen das überwintern. weiterlesen