Weinjahr 2013: Der Wonnemonat Mai?

Der Wonnemonat Mai? Jetzt wird das Wetter besser …

Nach einem unglaublichen Mai, der mit viel Regen zu Ende gegangen ist, liegen die Hoffnungen der Bauern auf dem Juni. Wobei, wenn man der Bauernregel glauben mag „Mai kühl und naß füllt dem Bauern Scheun‘ und Faß“ es noch sehr gut werden kann. Die Wasservorräte der Böden waren ohnehin schon voll, nun nach dem vielen Regen im Mai sind sie erst recht gefüllt.

„Schöne Wonne-Tage im Mai“

Es gab aber auch viele schöne Tage im Mai mit schon fast schon sommerlichen Temperaturen. Die Reben sind während der warmen Tage Anfang Mai rasant gewachsen. Dann wurde es um die „Eisheiligen“ wieder kühler – wobei die gefürchteten Bodenfröste ausgeblieben sind. Die kühlen Tage haben zu einer Wachstumsverzögerung geführt. Ungewöhnlich war, dass es nach den „Eisheiligen“ nicht mehr über mehrere Tage so richtig warm wurde.

„Die Befahrbarkeit ist eingeschränkt“

Da die Böden sehr nass waren und sind konnten wir einige Arbeiten im Rebberg bisher nicht durchführen. Das Befahren der feuchten Böden führt zu Bodenverdichtungen, die wir unbedingt vermeiden möchten. Mitte Mai hatten wir eine Phase ohne Regen genutzt, um unsere Junganlage zu pflanzen. Dies war einer der wenigen Tage wo bei uns die Bearbeitung und Befahrung des Jungfeldes möglich war. Gut gewässert warten nun auch die jungen Reben auf Sonne und Wärme, um dann mit dem Wachsen richtig loszulegen.

Junge Reben wie sie von der Rebschule kommen, 15. Mai 2013
Junge Reben wie sie von der Rebschule kommen, 15. Mai 2013
Die satelitengesteuerte Pflanzmaschine im Hummelberg, 15. Mai 2013
Die satelitengesteuerte Pflanzmaschine im Hummelberg, 15. Mai 2013

Die Reben werden, wenn es warm und sonnig wird versuchen den Rückstand aufzuholen. Was man schon sagen kann, ist dass es wohl keine extrem frühe Weinlese geben wird. Auf die Weinqualität hat dies keinen Einfluss – es kann noch viel passieren bis zu Weinlese.

Juni 2013